Die Entwicklung der Kipperkarten

traditionelleskipper-falschepersonDie Herkunft der Kipperkarten liegt – so viel weiß jeder – so ziemlich im Unbekannten. Ob es nun eine Frau Susanne Kipper war oder nicht, die die für die Entstehung und Verbreitung dieser Karten verantwortlich gewesen sein soll, ist heute nicht mehr verifizierbar. Tatsache ist, dass es keinerlei Beweise für die tatsächliche Existenz dieser vermeintlichen Schöpferin ist. 

Die Identität von Frau Kipper ist nämlich nirgendwo belegt und auch die Spur der Verlage, die die Karten publiziert haben, verliert sich aufgrund zahlreicher Fusionen oder Umfirmierungen im Dunkeln. So bleibt uns heute nur noch übrig, auf die wenig vorhanden Exemplare an Kipperkarten zurückzugreifen, die sich irgendwo als Sammlerstücke im Umlauf oder verborgen auf alten Speichern befinden. Das ist also nicht viel…

Die wohl am weitesten verbreiteten Kipperkarten sind heute überall zu finden und die erstmalige Auflage in dieser Art scheint weit zurückzuliegen – dafür spricht, dass die Kipperkarten etwa seit den 80ern Jahren unverändert geblieben sind. Eine weitere Auflage ist etwa aus dem 60er oder 70er Jahren. Sie ist in einer Verpackung erschienen, auf der auf die “berühmten Wahrsagekarten von Fr. Kipper” hingewiesen wurde (Details siehe im Artikel: Ist Frau Kipper die Schöpferin der Kipper-Karten?), doch das ist leider noch lange kein Indiz, dass diese Frau tatsächlich existierte bzw. eine bestimmte Person diese Karten schuf, es kann sich hier genauso gut um eine Werbekampagne des Verlegers gehandelt haben. Auffallend ist hier jedoch nicht nur die andere Verpackung und ungewohnte Bezeichnung der Karten, sondern die offensichtlich farblich veränderten Karten (s. Abbildung oben, Karte links und Abbildung unten, Karte links).

Eine weitere Auflage reicht zurück bis in das Jahr 1900 (dieses Jahr wurde von Anitquitätenhändlern und Kartenspezialisten anhand der vorliegenden Originalkarten belegt). Hier zeigt sich auch, dass die ursprünglichen Karten ziemlich stark von den heutigen Kipper-Karten abweichen: sie sind nämlich nicht nur seitenverkehrt, sondern auch in Farbe und Gestaltung anders. So wirken die Gesichter wesentlich ernsthafter, während die Farben blasser sind.

Falls Sie noch Ideen haben oder über irgendwelche außergewöhnlichen Funde der Kipper-Karten bescheid wissen sollten, melden Sie sich bitte bei mir per E-Mail: kontakt@kipper-karten.com. Nur gemeinsam und durch zusammengetragenes Wissen und Erfahrungen können wir Licht ins Dunkel bringen und die noch unbekannte Seite dieser interessanten Karten erhellen.