Drei Karten reichen häufig aus!

Dass weniger oft mehr sein kann, gilt auch beim Kartenlegen. Es müssen nicht immer die komplexen Legesysteme mit zahlreichen Karten sein, die die genaueste Auskunft geben. Ganz im Gegenteil, denn hier besteht häufig die Gefahr, dass vor lauter Detailarbeit den Blick für das Wesentliche verliert. Warum nicht also den “Klassiker” von drei Karten verwenden? 

Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie schnell und prägnant eine Auskunft gibt. Häufig wird sie verwendet, um das Vergangene sowie die zurkünftige Entwicklung anzuzeigen: Drei Karten werden von links nach rechts ausgelegt. Die erste Karte (meist links platziert, doch hier gibt es keine allgemeinegültige Regel) beschreibt die Vergangenheit oder was zu der heutigen Situation geführt hat. Die zweite Karte liegt normalerweise in der MItte und gibt Auskunft über die gegenwärtige Situation. Karte Nummer drei liegt meist rechts und steht für die künftige Entwicklung.

Man muss dazu sagen, dass sich diese Legemethode hervorragend eignet, eine Angelegenheit innerhalb einer kurzfristigen Zeitspanne zu befragen. Für einen längeren Zeitraum (alles was über drei Monate hinausgeht) eignet sie sich weniger; ebenfalls gibt sie natürlich keine Auskünfte über Hintergründiges und gibt auch keine Ratschläge zum Verhalten oder zu Einstellung des Fragenden. Sie eignet sich also für die schnelle Befragung – oder wenn es darum geht, die Entwicklungsmöglichkeiten einer Angelegenheit abzuklopfen.

Doch die Bedeutung der Karten auf den einzelnen Positionen ist keinesfalls in Stein gemeißelt, sondern kann vom Kartenleger beliebig bestimmt werden. Nicht immer möchte der Ratsuchende Auskunft über die Entwicklung einer Sache bekommen – beispielsweise können manchmal die Hintergründe einer Sache oder eine gezielte Ursachenforschung hilfreicher sein. Hier ein paar Vorschlage, wie die Legung mit den “klassischen drei Karten” verwendet werden kann:

1) Die Befragung der äußeren Einflüsse:
Karte 1: Die Einflüsse, die in der Vergangenheit vorherrschten
Karte 2: Die Einflüsse und Energien, die im Moment wirken (sie können unterstützend oder herausfordernd empfunden werden).
Karte 3: Künftige Chancen oder HIndernisse, die von außen kommen.

2) Um die verborgenen Kräfte einer Angelegenheit zu erfragen:
Karte 1: Sie zeigt die unbewussten Kräfte auf, von denen der Ratsuchende gesteuert wird.
Karte 2: Die bewusste Einstellung – so sieht und schätzt der Betroffene die Situation ein.
Karte 3: Das höhere Selbst – Sinn und Lernaufgabe, die das Thema in sich birgt.

3) Um einen Ratschlag zu erhalten
Karte 1: Um was es geht, die momentanen Chancen in der Angelegenheit.
Karte 2: Was beachtet und berücksichtigt, vielleicht sogar auch getan werden sollte.
Karte 3: Nächste Erfahrung, nächster Schritt.

Auch hier, also bei den drei genannten Vorschlägen, gilt: Es gibt kein festgezurrtes Regelwerk, es obliegt dem Kartenleger, welche Bedeutung er den einzelnen Positionen beimisst. Wichtig ist nur, dass die Legemethode vor dem Mischen und dem Stellen der Frage genau definiert wird.